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Wanderung: Das Höhlendorf Chinamada * Auf den Spuren der Guanchen
Etwas Geschichte der kanarischen Insel Teneriffa - die Guanchen
Die Guanchen waren die Ureinwohner Teneriffas, „Guanche“ bedeutet „Mensch aus Teneriffa“.
Bis zur blutigen Eroberung durch die Spanier 1402 lebten die Guanchen in einer Art steinzeitlichen Kultur. Sie kannten keine Töpferscheiben, keine Metalle, keine Boote und keine Häuser.
Sie lebten in Höhlen, fischten vom Land aus, betrieben Ackerbau und Viehzucht.
Die Spanier versklavten oder töteten viele Guanchen und somit ging die Kultur und die Sprache der Ureinwohner verloren.
Heute auf Teneriffa
Einige Ortsbezeichnungen lassen jedoch heute Rückschlüsse auf alte Guanchensiedlungen zu, zum Beispiel Icod, Tacoronte, Taganana.
Chinamada
Chinamada im westlichen Anaga-Gebirge ist eine Ansiedlung mit einigen höhlenartigen Behausungen.
Die Wohnhöhlen sind vom großen völkerkundlichem Interesse, da manche interessante Funde auf das Leben der Guanchen hinweisen.
Unsere Wanderung
Der Bus bringt uns über La Laguna in das wild-romatische Anaga-Gebirge.
Cruz del Carmen, einst eine wichtige Wegkreuzung zwischen dem Anaga-Gebirges und Santa Cruz, ist Startpunkt unserer heutigen Wanderung.
Von einer Aussichtsplattform können wir hinab bis nach Santa Cruz und La Laguna schauen.
Unsere ersten Schritte in den Nebelurwald. Links und rechts des breiten, gemütlichen Weges wandern wir unter anderem an Lorbeerbäumen, Gänsedieseln, Baumerika und kanarischem Hahnenfuß entlang.
An den Baumstämmen wachsen verschiedene Moose und Flechten und ziehen sich die Feuchtigkeit aus der Luft.
Nach einer guten Stunde eines leichten bergauf und bergab, kommen wir zu einem kleinen Anstieg.
Ist dieser geschafft, gehen wir ein Stück Straße entlang, um gleich anschließend auf den Höhenweg nach Chinamada zu kommen.
Einsamkeit in den Bergen
An einer Wegkreuzung haben wir einen fantastischen Ausblick auf die gegenüberliegenden Bergketten und sehen dort einsam gelegene Häuser.
Wir haben jetzt unseren Höhenweg erreicht und wandern diesen Pfad entlang, mit einer tollen Aussicht auf die andere Bergseite mit dem Dörfchen Batan und einsam gelegenen Weilern.
Auf den Felsen neben unserem Weg wachsen verschiedene Arten an Dachwurz, Sukulenten und Wolfsmilchgewächsen.
Wer aufmerksam ist, erkennt in der Ferne bereits einige Höhlen, die heute jedoch zum Teil verlassen oder als Unterstand dienen.
Chinamada
Nach den ersten zwei Stunden Wanderung gönnen wir uns eine Essenspause an einem Bauernhäuschen.
Sicher sehen wir einige Ziegen aus der Nähe oder hinterlassen ein paar Brotkümmel für die freilaufenden Hühner.
Dem Weg weiterfolgend kommen wir nach einer guten halben Stunde nach Chinamada.
Ein Abstecher in das Dorf führt uns direkt an heute bewohnte Höhlenwohnungen und gewährt uns einen Blick auf die einfachen Wohnhöhlen.
Zentraler Punkt von Chinamada ist eine kleine Kirche und der Kirchvorplatz.
Las Carboneras
Von Chinamada laufen wir ca. eine Stunde auf einer schmalen, selten befahrenden Straße bis nach Las Carboneras.
Las Carboneras bedeutet „der Kohlemeiler“. Im dichten Wald des Anaga-Gebirges wurde Feuerholz geschlagen oder Holz zu Holzkohle verarbeitet.
Im feuchten Gebiet des Nebelwaldes wurden Kartoffeln, Gemüse und Getreide angebaut, so wurde Las Carboneras auch als Speisekammer für die Bewohner Anaga-Gebirge bezeichnet.
Leckeres aus Maria`s Küche
Diese Produkte finden wir in der kanarischen Küche wieder und mit hungrigem Magen kehren wir ein und lassen uns eine hausgemachte Potache – ein schmackhafter Eintopf, Ziegenkäse oder einen Teller Garbanzas – Kichererbsen schmecken.
Der Bus fährt in Las Carboneras ab und bringt uns über La Laguna nach Puerto de la Cruz zurück.
Aventura Wandern - Tourendetails:
Wandertag: Freitag - gerade Tage
Treffzeit: 9.00 Uhr
Gehzeit: 3,5 Stunden
Aufstieg 150m Abstieg 350m
Schwierigkeitsgrad: leichte Wanderung
zurück in Puerto: 17.45 Uhr
Aventura Wandern auf Teneriffa
wandern & genießen mit Angela und Jörg
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