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Nach Batan- Mit Mercedeswald und Kichererbsen
Wie alle Wanderungen in das Anagagebirge begann sie mit einer Busfahrt zur ehemaligen Hauptstadt La Laguna. Auf dieser Wanderung begleitete uns Irina, eine sympathische, kleine Frau mit einem großen Herzen. Von La Laguna fuhren wir weiter mit dem Bus bis zum Aussichtspunkt „Jardina“.
Hier nun begann unsere Wanderung nach Batan de Abajo. Aber erst einmal genossen wir die prächtige Aussicht. Vor uns La Laguna und Santa Cruz, weiter ging der Blick zum Esperanzawald und dahinter bei guter Sicht der Teide.Links unten in der Ferne San Andres mit dem schönen Strand Teresitas.
Ein kurzes Stück ging es noch flach am Hang entlang.
Nun noch den Sonnenschutz auftragen und los ging es auf einen schmalen Pfad bergauf Richtung Cruz Carmen durch den Lorbeerwald. Wege auf den vielleicht schon die Guanchen gingen, diese alten Pfade wurden einst von den Gangocheras (Tauschhändlerinnen) begangen und dienten den Warentransport zwischen den Küsten- und Bergdörfern. Heutzutage dienen sie uns die Geheimnisse dieser Landschaft zu entdecken.
Irina, eine gute Kennerinn der Kanarischen Botanik machte uns sogleich auch auf die vielfältige Vegetation aufmerksam. Es war schon ein schöner Anstieg bis hinauf nach Cruz Carmen. Damals und heute ein wichtiger Kreuzungspunkt. Deshalb auch die Kirche an dieser Stelle.Wir hielten uns an diesen windigen Tag nicht lange auf, überquerten die Straße und waren sogleich auf einen breiten und gut markierten Wanderweg. Zuerst stiegen wir aber noch rechts auf eine Aussichtsplattform welche uns schon einen schönen Blick in das Anagagebirge bis hinüber nach Chinamada bot. Ohne große Höhenunterschiede ging es weiter durch einen dicht bewachsen von Lorbeerbäumen gesäumten immergrünen feuchten Wald.

Der Wald nimmt die Besucher in seinem üppigen Grün auf und versteckt sie zwischen unzähligen Blättern und Ästen, die teilweise grüne Tunnel bilden und den Blick in den blauen Himmel verschließen. Farne, Flechten und Moose zieren den Boden des Waldes. Ab und zu kann man aber einen Blick ins Tal genießen. Nach einer gemütlichen Wanderung und einer Rast erreichten wir die Straße oberhalb Batans.
Der Name Batan kommt aus dem spanischen und ist benannt nach dem Prozess beim Walken des Leinens. Auf schmalen steilen Wegen stiegen wir nun hinab nach Batan Abajo. Jetzt hatten wir auch einen freien Blick auf die grünen Berge mit ihren zahlreichen Schluchten und Abhängen welche in Jahrhunderten entstanden sind.
Rechts und Links des Weges Felder mit Kartoffeln und Gärten mit vielfältigen Obstbäumen und Pflanzen. Beeindruckend die Terrassen auf welchen die Wohngebäude und Felder angelegt sind, Treppen, Tennen und Krippen wurden in mühevoller Arbeit aus Vulkangestein errichtet. Gegenüber auf dem Berghang das Höhlendorf Chinamada.
Schließlich waren wir im Zentrum von Batan angelangt.
Wir genossen den Blick in die malerische Landschaft von der sich nur schwer lösen kann. Ein Besuch der einzigen Kneipe in Batan rundete die Wanderung ab. Hier stärkten wir uns mit Kichererbsen und Käse bevor es später wieder zurück mit dem Bus ging. Aber auch auf dieser Fahrt kamen wir noch einmal voll auf unsere Kosten bei den Blicken zurück ins Tal. Diese Wanderung wird noch eindrucksvoller wenn man früher oder später nach Chinamada wandert und alles vom gegenüberliegenden Berghang genießen kann unter fachkundiger Begleitung von Irina, Jörg oder Angela.
HJK
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